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Das Customizing von Motorrädern teilt sich in drei Kategorien auf. 1.) Das "Full-Customizing"
Hierbei wird unter Verwendung einiger Fertigteile (z. B. Motor, Bremse usw.) ein völlig neues Motorrad aufgebaut. Zu den in Deutschland
bekanntesten Customizer, welche das "full-customizing" betreiben gehören u. a.:
2.) Das "Semi-Customizing" In dieser Kategorie wird ein Serienmotorrad als Basis verwandt und durch entsprechende Umbaumaßnahmen zu einem Custombike. Diese Form des Customizing ist die älteste und wird von Privatpersonen schon seit Jahrzehnten praktiziert. Inzwischen gibt es einige professionell arbeitende Werkstätten die diese Form des Customizings ebenfalls betreiben und dazu gehört auch DIME Design Customcycles. 3.) Das "Faktory-Customizing" Bei dieser Variante werden Custombikes, in mehr oder weniger großen Stückzahlen, von einem Herstellerwerk produziert, wobei der Ausdruck "Custombike" im Grunde für diese Maschinen nicht mehr zutreffend ist, denn durch die - wenn auch ausgefallene - Serienproduktion, verlieren diese Bikes im Grunde den Status, echte Custombikes zu sein.
Seit den Anfängen, in den 70er Jahren, hat sich die Custom-Szene in Deutschland stetig weiter entwickelt. Gab es zu ihrem Beginn kaum Teile (sogenannte Custom Parts) die
einen TüV-Segen besaßen, ist es Heute sehr einfach das Erscheinungsbild einer Maschine individuell zu gestalten.
Möchte man heutzutage ein wirklich außergewöhnliches Bike fahren, welches sich von den anderen Custombikes der gleichen Baureihe absetzt, muss man schon gravierendere
und zum Teil auch kostenaufwendige Umbaumaßnamen durchführen. Das simple austauschen von Blinker, Lenker, der Auspuffanlage, der Sitzbank oder eine aufwendige Lackierung,
verändert zwar das Erscheinungsbild der Maschine und macht sie zu einem Custombike aber auf Grund der begrenzten Auswahl an käuflichen Teilen sieht man die gleichen Bauteile
zumeist am selben Fahrzeugmodell immer wieder.
Im Folgenden findest du eine kleine Auswahl verschiedener Stilrichtungen.
Der "Old School Chopper" Style:
Seit dem Kult-Film "Easy Rider“ (1969) werden Motorräder im allgemeinen dann als Chopper bezeichnet, wenn sie mit einer verlängerten Vorderradgabel ausgestattet sind.
Dieser Style war ursprünglich an Rennmaschinen angelehnt - in diesem Fall an "Dragster", bei denen mittels des verlängerten Radstandes ein stabilerer Geradeauslauf
bei hohen Geschwindigkeiten erreicht wurde.
Der "Digger" Style:
Dieser Style wurde u. a. in den 70er Jahren vom legendären Customizer "Arlen Ness" geprägt. Ness begann mit seinen Umbauten 1967 in einer Garage. Heute nennt man
ihn den "König der Customizer" und er zeigt seit Jahrzehnten, dass er immer wieder für spektakuläre Umbauten gut ist.
Der "Low Rider" Syle:
Das Ziel bei einem "Low Rider" ist ein möglichst flacher, lang gestreckter Look ("long 'n low"). Diese Bauweise ist noch stärker an das Aussehen von Dragstern angelehnt. Entsprechend kommen hier, statt hohen Lenkern, flache "Drag Bars" zum Einsatz, oft auch auf nach hinten gezogene Lenkerklemmböcke, sogenannte "Riser".
Der "Schweden-Chopper" Style:
Eine radikal-puristische Umbauvariante, bei der gern auf Anbauteile wie Scheinwerfer, Tachometer oder Vorderradbremsen verzichtet wird oder alternativ wenigstens die zugehörigen Kabel, Wellen und Leitungen innerhalb des Lenkers oder Rahmens verlegt werden, um den schnörkellosen Anblick derjenigen Teile, die tatsächlich eine zum Fahren unentbehrliche Funktion besitzen, möglichst wenig zu beeinträchtigen. Die Zulassung solcher Fahrzeuge zum öffentlichen Straßenverkehr wirft jedoch in Deutschland erhebliche Probleme auf.
Der "Soft-Chopper" Style:
In den 80er Jahren sprangen auch japanische Hersteller, auf den Chopper-Zug auf. Waren bereits die harleyschen "Factory Customs" (in Kleinserie
produzierte Custombikes) den Puristen ein Dorn im Auge, so setzten diese in noch weitaus höheren Stückzahlen und vergleichsweise billigen "Japan-Chopper"
noch eins drauf. Sie wurden daher verächtlich als "Soft-Chopper" abgetan. Dabei handelte es sich zumeist um normale Straßenmotorrädern, die vom
Hersteller mit einigen choppermäßigen Anbauteilen wie höheren, nach hinten gebogenen Lenkern, vorverlegten Fußrasten, Chromteilen und teilweise serienmäßigen
Soziuslehnen "Sissybar" ausgerüstet wurden. Spätere Großserienmodelle wiesen ebenfalls die klassische V2-Motorbauweise des Vorbilds Harley-Davidson
auf und bald stimmte auch das Styling.
Der "Cruiser" Style:
Eine weitere Variante bildet Heute die Gattung der "Criuser", die einige klassische Chopper-Merkmale übernommen hat, jedoch Sitzposition, Bodenfreiheit
und ggf. Windschutz mehr auf den komfortablen Fahrbetrieb ausrichtet.
Der "Bobber" Style:
Der Begriff Bobber bezieht sich auf den „bob“, einem kleinen Außenschwung am unteren Ende des Vorderradschutzblechs an alten "Harley-Davidson" Modellen. Neben dem Motortuning war eine der ersten Modifizierungen, die ein Harley-Schrauber in den 40ern und 50ern vornahm, wenn er sein Fahrzeug leichter und damit schneller machen wollte, das originale Vorderradschutzblech nach hinten gedreht über dem Hinterrad zu montieren. Das ursprüngliche Hinterradschutzblech wurde weggelassen, das Vorderrad lief ohne Schutzblech. Solche Fahrzeuge hatten am Heck den „bob“ und hießen deshalb Bobber. Die Modifizierungen erfolgten ursprünglich, um einerseits das Gewicht zu reduzieren und so die Fahrleistungen zu verbessern. Andererseits sollte das oft als schwerfällig oder schwülstig empfundene Aussehen verbessert werden. Es war die erste Anlehnung von Straßenmotorrädern an typisch amerikanische Rennmaschinen - in diesem Fall Boardtrack-Racer und Hillclimber. Diese Motorräder wurden auch als Bobchops bezeichnet und der Vorgang, aus einem Motorrad einen solchen Bobber zu machen, heißt umgangssprachlich „Bob Job“.
Der "Bagger" Style:
Bagger besitzen eine Frontverkleidung sowie abnehmbare Koffer. Der Bagger-Aufbau wurde bereits in den 80er Jahren von einigen Motorrad- herstellern in der Serienproduktion angeboten. Modellreihen wie die Harley-Davidson "Electra Glide" oder die HONDA "Goldwing-Interstate" standen für den "Bagger Style" Pate. In der Serienaufmachung wirken diese Maschinen klobig und breit. Als Custombike wirken sie graziöser, sportlicher und ähneln einem Dragster, der auf Reise gehen will. Die Customizer verbauen auf ihren Maschinen schlanke Verkleidungen sowie schmale, oft nur 10 - 15 Liter fassende Koffer. Um die Linie zu unterstreichen, formt man beim "Bagger Style" die Koffer genau so wie den Heckfender.
Der "Streetfighter" Style:
Das "Factory Customizing" (Custombikes in Serie produzieren)
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